Im Sommer 2014 landete Meghan Trainor einen Megahit mit ihrem Song "All About That Bass" - kurz darauf landete sie im Oktober mit "Lips are movin'" ihren nächsten Megahit. Als dann im Januar 2015 ihr Debütalbum "Title" herauskam, hatten die Musikexperten natürlich hohe Erwartungen. Doch lohnt es sich, das Album zu kaufen, oder ist das Album genauso schlecht wie der Titel "Title" - übersetzt also "Titel"?

Die Meinungen der Musikmagazine spalten sich - die einen lieben es, die anderen mögen es überhaupt nicht. Scheinbar muss man es lieben oder überhaupt nicht mögen. Während die britische "Daily Spy" schreibt, dass "Title" hauptsächlich eine Art Erweiterung von dem ist, was die Leute an "All About That Bass" geliebt haben ("Essentially, Title is an extension of what the buying public loved about 'All About That Bass'"), schreibt  "SugarScape", dass es weder gut noch schlecht ist ("It's not actually that bad. Having said that, it's not really that good either.").

Aber wie findet es jemand, der ganz normal Musik hört? Ich habe das Album jetzt ein paar Wochen lang gehört und kann zum Teil die kritischen Bewertungen bestätigen, aber auch die positiven Bewertungen.

Wenn man das Album zum ersten Mal hört, startet als erstes das Intro namens "The Best Part", welches mit rund 24 Sekunden recht kurz ist. Länger sollte es allerdings auch nicht sein, denn beim zweiten und dritten Mal überspringt man es eigentlich - es ist einfach zu langweilig.

Doch danach geht es direkt mit ihrem wohl bekanntesten Hit, "All About That Bass", weiter. Mit Texten wie "Yeah, my momma she told me don't worry about your size" ("Meine Mutter brachte mir bei, mich nicht um meine Kleidergröße zu sorgen") und "Every inch of you is perfect from the bottom to the top" ("Jeder Zentimeter von dir ist perfekt, von unten bis oben") schaffte sie es bis an die Spitze der Charts in über 50 Ländern. 

Direkt danach geht es mit dem nächsten Hit weiter, der sich "Dear Future Husband" nennt. In "Dear Future Husband" geht es grob gesagt um die Sachen, die ihr zuünftiger Ehemann wissen sollte, wenn er der einzige Mann für sie sein möchte ("a few things that he should know if he wants to be my one and only of my life", Meghan Trainor zu "Dear Future Husband" auf Spotify). Der Song kam in den amerikanischen Billboardcharts bis auf Platz 47 und in Neuseeland und Australien sogar bis auf Platz 27.

Das vierte Lied auf "Title" nennt sich "Close Your Eyes" und handelt wie auch "All About That Bass" darum, dass man sich selbst lieben soll, so wie man ist, nur ein bisschen seriöser ("It's just like All About That Bass (...) but on a more serious level.", Meghan Trainor auf Spotify). Nichts neues also.

"3am", das fünfte Lied des Albums, ist laut Meghan Trainor für die "college kids", die nachts um 3 Uhr angetrunken SMS schreiben und so weiter. Also mal wieder eine Art "Nachricht" an ihre Hörer.

Nach dem ruhigen "3am" geht es direkt mit dem nächsten ruhigen Lied weiter - "Like I'm Gonna Lose You" mit John Legend, der den meisten wahrscheinlich noch von "All of me" bekannt ist. Auch hier findet man wieder eine Nachricht an ihre Fans - nämlich, dass man die Personen, die man liebt, von jetzt auf gleich verlieren könnte und sie deshalb immer wissen sollte, wie sehr man sie liebt.

Mit "Bang Dem Sticks" wird man nach diesen zwei ruhigeren Liedern aufgeweckt, denn dort fängt Meghan Trainor an zu rappen.

Nach diesem Exkurs in das Rap-Genre geht es mit "Walkashame" weiter,  der auch wieder an die jungen Menschen unter ihren Fans geht und ihnen vermitteln soll, dass sie kein schlechter Mensch sind, nur weil sie sich mal blamieren. ("And it's another song that I have out there that's talking to the young ones like it's okay, we've all been there, you're not alone, don't feel bad, it's all good, you're still a good person.")

Das Herzstück des Albums, das Lied "Title", wonach das Album benannt wurde, kommt als neuntes Lied. Dieses Lied soll auch wieder an die jungen Leute gehen, die nicht wissen, wie ein Junge sie behandeln soll und so weiter - also eher an die weiblichen Fans.

In den zweistelligen Bereich wechselt man mit "What if I".

Die Schnapszahl 11 wird durch das Lied "Lips Are Movin'" vertreten, was man auf diversen Radiosendern in diesen Tagen sehr oft hört, den meisten deswegen also bekannt sein sollte. Dieses Lied ist momentan auch auf Platz 41 der deutschen Spotifycharts.

Den Endspurt läutet dann "No Good For You" ein.

"Mr. Almost", "My Selfish Heart" und "Credit sind dann die letzten Lieder auf dem Album.

Nach mehreren Wochen intensiven Hören kann ich sagen, dass das Album vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist, welches bei mir bei den ersten Malen auch der Fall sein. Bei den nächsten paar Malen habe ich aber nach und nach Gefallen an dem Album gefunden und mittlerweile ist es einer meiner absoluten Lieblingsalben! Meine absoluten Lieblinge sind "3am", "Bang Dem Sticks", "Title" und "No Good For You". Ich kann jedem empfehlen, mal in das Album reinzuhören, vielleicht wird es ja auch euer neues Lieblingsalbum.

Und falls es euer neues Lieblingsalbum werden sollte und ihr Meghan Trainor mal live sehen wollt - am 30. Mai tritt sie auf der N-JOY Starshow 2015 auf der EXPO-Plaza in Hannover auf.

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